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Katharina Aigner

HD Video, 16:9, 10min, color, silent, 2012

Regie/Montage: Katharina Aigner
Protagonists: Katharina Aigner, Ulrike Maria Schneider
Camera: Mathias Windelberg
1:1 Display: Eric Kläring
Production: Nora Jacobs
Costume: sorglos

Gezeigt wird ein Ausstellungsraum – Objekte werden positioniert, verschoben und in verschiedenen Anordnungen arrangiert.
Zwei Frauen durchkreuzen den Raum. In ihrem Aufeinandertreffen schiebt sich ein weiterer Erzählstrang ein, ist in einigen Augenblicken sichtbar, ihr Verhältnis zueinander erschließt sich jedoch nicht. die Agentin zeigt auf etwas, das nicht gezeigt wird (was außerhalb
der Einstellung stattfindet). Der Frame ist als intendierter Anschnitt markiert, er trifft sich in Kamera und Objekt, so bleibt auch der Rahmen im Video durchquerbar. Er verweist auf sich selbst als uneindeutiges und vielseitiges Ding. Er ist als ein offener Rahmen erkennbar, der eher entrahmt als einrahmt. Er nimmt nicht die Stelle eines Markierenden im Bezugssystem ein, sondern wird selbst zur Markierung
des Unabgeschlossenen und Temporären. Sein ‚Rahmen-Sein‘ wird verhandelt. Das Aufstellen, Abstellen, Zur-Seite-Stellen, wieder Herumstellen, weil an falscher Stelle stehend, Ineinander-Stellen, Verstellen im Sinne eines In-den-Weg-Stellens und die Unmöglichkeit,
eine fixe Stelle zu finden, da es keine permanent richtige Stelle gibt, handelt letztlich von der Unabschließbarkeit des Subjekts selbst als Rahmenbedingung in die Agentin. Framework ist hier im Sinne einer permanenten Arbeit am Rahmen, an der Struktur zu begreifen.
(Bernadette Anzengruber)

Ein Raum, in dem zwei Frauen (miteinander) agieren. In welchem Verhältnis sie zueinander stehen, ist lange unklar. Es geht wohl
um eine Ausstellungs- und Arbeitssituation. Das interpersonelle Powerplay entfaltet sich subtil, die jeweilig dominante Position wechselt
und changiert. Ein in Schwebe gehaltenes Arbeits- und Beziehungsgeflecht mit reduzierten dramaturgischen Mitteln, präzise gesetzt
und atmosphärisch überzeugend.
(Barbara Reumüller)